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Historie des TC-Bodenwerder
Bereits in der Antike wurde bei den Griechen und Römern so etwas Ähnliches wie Tennis gespielt. Gefüllte Lederbälle wurden mit der Hand oder mit dem Holzschläger auf trockenem Gras hin und her geschlagen. Im 14. und 15. Jahrhundert spielte der französische Hochadel einschließlich der Könige das Spiel „jeu de paume“ (Spiel mit der Handfläche), das später „tenes“ (von tenir = halten) genannt wurde und der heutigen Spielweise ähnlich war. Das bis heute übliche Tennis entstand im Juli 1877 bei den ersten Meisterschaften in Wimbledon (England).
Über sechzig Jahre später eroberte die schöne Ballsportart die im romantischen Weserbergland gelegene Stadt Bodenwerder. So gab man sich um 1938 auf der rechten Weserseite auf einem provisorischen Platz ein Stelldichein zum Ausüben des weißen Sportes.
Aufgrund des Zweiten Weltkrieges wurde erst zehn Jahre später, am 19. Juli 1948, der TC Bodenwerder gegründet. Im gleichen Jahr fand erstmals nach dem Krieg die Austragung der Internationalen Deutschen Meisterschaft am Rothenbaum in Hamburg statt.
Die ersten 19 Mitglieder des TC Bodenwerder konnten für eine Aufnahmegebühr von 20 DM und einen monatlichen Beitrag in Höhe von 5 DM auf dem Tennisplatz am Hakenberg spielen.
Nach weiteren zehn Jahren bekam der TC im Juli 1958 unter der Leitung des damaligen Vorsitzenden Karl-Heinz Möller einen zweiten Tennisplatz und das lang ersehnte, windschnittig konstruierte Klubhaus, auch Umkleidehäuschen genannt. Aufgrund der Fertigbauweise konnte es in nur vier Stunden errichtet werden.
Vor dem Hintergrund einer stetig steigenden Mitgliederzahl wurde nach langen Diskussionen 1978 ein neues Tenniszentrum am Ziegeleiweg mit 4 Sandplätzen und einem Vereinshaus errichtet. Das Gelände stellte die Stadt Bodenwerder dem Tennisverein kostenlos zur Verfügung, solange es für die in der Satzung festgelegten Zwecke verwendet wird. Die hohen Investitionen von knapp 250.000 DM zogen Erhöhungen der Mitgliedsbeiträge nach sich.
Die Attraktivität des „weißen Sportes“ erreichte in den 80er Jahren durch die bis heute international bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Tennisstars Steffi Graf und Boris Becker ungeahnte Ausmaße. So kletterte 1987die Mitgliederzahl des TC Bodenwerder, ein Jahr nach dem ersten Wimbledon-Sieg von Boris Becker, auf fast 300 Personen. Daraufhin wurde ein fünfter Tennisplatz gebaut.
Mit dem Ausscheiden der Tennisasse Graf und Becker und dem Fehlen adäquater deutscher Stars auf der internationalen Turnierbühne sank die Popularität des Tennissports leider wieder. Dem TC Bodenwerder gelang es aber, seine rückläufigen Mitgliederzahlen zu stoppen und seit 2005 einen Umkehrtrend einzuleiten. Dank intensiver Jugendarbeit und eines attraktiveren Trainings- und Freizeitangebotes zählt der Verein 2008 wieder 169 Mitglieder.
Mit der Umwandlung von zwei Tennisplätzen in Allwetterplätze im Jahr 2006 bewies der Vorstand besondere Weitsicht. Auch wenn die „Tennis Force“-Plätze Ausgaben in Höhe von 39.000 € nötig machten, überwogen langfristig die Vorteile geringerer Instandhaltungskosten sowie die verbesserte Qualität und die ganzjährige Bespielbarkeit.
Nach 60 Jahren investierte der Verein im Jubiläumsjahr 2008 vor dem Hintergrund stetig steigender Energiekosten in den Einbau einer Solaranlage zur Warmwassergewinnung.
Der enorme Einsatz aller Mitglieder und des Vorstandes ist das Geheimnis einer stetig wachsenden Tennisgemeinschaft, für die neben den sportlichen Herausforderungen die Pflege der Gemeinschaft und Freundschaften an erster Stelle steht. Mit dieser Einstellung kann der Verein hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.